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So entgehen Sie der Gebührenfalle

Es ist doch zu schön, die Daheimgebliebenen live und aktuell über die Freuden des Strandlebens in Italien oder an der Algarve zu unterrichten. Und im Urlaub von den Liebsten hin und wieder angerufen zu werden. Das kleine, handliche Ding für unterwegs macht's möglich. Ganz billig ist das aber nicht. Das Handy kann leicht zur Gebührenfalle werden, wenn man sich vor der Abreise nicht richtig informiert hat.


Vor dem Urlaub
  • Ein Anruf beim Mobilfunk-Provider ist wichtig, um zu erfragen, ob die deutsche Netzkarte für das International Roaming im Ausland freigeschaltet ist. Wenn nicht, lässt sich das einfach nachholen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum - die Freischaltung kann bis zu zehn Tagen dauern. Danach sind Sie zu Gast in ausländischen Netzen. Das heißt, Sie müssen für Gespräche nach Deutschland dann auch die internationale Vorwahl für Deutschland mitwählen. Die erste Ziffer der Ortsvorwahl danach entfällt dann, wie gewohnt.
  • Bereiten Sie Ihr Handy schon zu Hause auf seinen Einsatz im Ausland vor. Noch ist es ja auf die deutschen Mobilfunk-Netze eingestellt. Damit das Handy auch in den ausländischen Netzen "roamen" kann, muss es auf die dortigen Standards eingestellt werden. Die meisten Mobiltelefone erledigen diese Aufgabe inzwischen automatisch, bei anderen müssen Sie selbst diese Einstellungen vornehmen. Erkundigen Sie sich bei der Provider-Hotline, wie das geht.


Die Netze  
  • In Deutschland existieren zwei verschiedene Funknetze auf zwei verschiedenen Frequenzen: Das D-Netz für D1- und D2-Kunden funkt auf 900 Megahertz im sogenannten GSM-900-Bereich. Es hat die meisten Kunden in Deutschland und auch die beste Netzabdeckung im europäischen Ausland. Weiterhin gibt es das E-Netz: E-Plus und Viag Interkom senden auf der Frequenz von 1800 Megahertz, deshalb GSM-1800-Standard genannt. Wenn E-Netz-Kunden im Ausland die GSM-900-Netze nutzen möchten, brauchen sie ein Dual-Band-Handy, eines das in beiden Netze zu Hause ist. Die großen renommierten Mobiltelefon-Hersteller fertigen in letzter Zeit übrigens nur noch Dual-Band-Handys.
  • USA und Kanada: Hier funktionieren weder D- noch E-Netz-Handys, sondern nur Geräte, die auf der Frequenz 1900 Megahertz senden. Doch diese Tücke soll demnächst ausgemerzt werden. Im September will Motorola ein Triple-Band-Handy (L7089) auf den Markt bringen, mit dem zusätzlich zur 900er und 1800er Frequenz auch die Frequenz von 1900 Megahertz nutzbar ist (Kosten: rund 900 Mark). Bislang behilft man sich in den USA, Kanada und Japan mit Miethandys, was allerdings recht teuer ist.


Die Gebühren
  • Zu den Gebühren des ausländischen Funknetzes kommt ein Auslandsaufschlag von 25 Prozent hinzu, der vom deutschen Netzbetreiber erhoben wird.
  • Handybesitzer müssen auch dann zahlen, wenn sie angerufen werden - und zwar die Kosten, die im ausländischen Netz anfallen. Dabei gilt: Je weiter entfernt Sie von Deutschland sind, desto höher die Gebühren. Der Anrufer bezahlt nur die Kosten für das Telefonat in das deutsche Mobilfunknetz. Tipp: Wer sich am Urlaubsort eine Prepaid Card des ausländischen Betreibers zulegt und gegen die deutsche SIM-Karte austauscht, ist kostenlos erreichbar.
  • Vorsicht auch mit der Mailbox: Wer sie vergisst auszuschalten, kann böse Überraschungen erleben. Da der Anruf erst zum Handy geleitet wird und dann wieder zurück nach Deutschland zum Anrufbeantworter des Netzbetreibers, fallen für den Handybesitzer Roaming-Gebühren an. Klar, dass auch das Abhören der Mailbox wiederum mit einem Auslandsgespräch verbunden ist. Einzig und allein E-Plus-Benutzer werden nicht zur Kasse gebeten.
Vollständige Listen aller Roaming-Preise können Sie auf den Websites der einzelnen Betreiber einsehen: 
Hier ist detailliert aufgeschlüsselt, wieviel eine Minute aus dem betreffenden Land nach Deutschland kostet. Im Ausland gibt es oftmals mehrere Netzbetreiber mit unterschiedlichen Tarifen. Ein Preisvergleich kann sich also durchaus lohnen. Buchen Sie sich dann gegebenenfalls ins billigere Netz ein.


Telefonieren im Auto

Handy einschalten, PIN eingeben, und los geht's... Nein, nicht überall: Während der Autofahrt sind Telefonate in Griechenland, Italien, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Spanien, der Schweiz und Ungarn nur mit Freisprechanlage erlaubt. In Australien, Großbritannien, Spanien und Portugal dagegen herrscht generelles Telefonverbot während der Fahrt. Man sollte sich daran halten, Zuwiderhandlungen werden empfindlich bestraft. Wer zum Beispiel in Österreich beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, muss bis zu 70 Euro berappen.

Quelle: ADAC (Stand: 06.07.1999)

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