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Auch im neuen Jahr treten im In- und Ausland wieder etliche Neuerungen für Verkehrsteilnehmer und Reisende in Kraft. Wir haben die wichtigsten Änderungen für 2015 zusammengestellt.
2015
Überholverbot für Wohnmobile kippt

Laut Reisemobil Union wird das Überholverbot für Reisemobile abgeschafft, der Gesetzesvorschlag liegt schon auf dem Tisch von Bundesverkehrsminister Dobrint. Das Verbot gemäß Verkehrzeichen 277 gilt derzeit noch für Wohnmobile zwischen 3,5 und 7,5 t.


PKW Maut kommt 2016

Die Maut kommt voraussichtlich zum 1. Januar 2016 als Vignette. Deutsche Autofahrer müssen eine Jahresvignette kaufen, ausländische kommen mit 10-Tages- oder 20-Tages-Vignetten aus. Einzelheiten zur PKW-Maut sind hier zusammengefasst.


Kennzeichen-Mitnahme bei Wohnortswechsel


Zum 1. Januar 2015 wird die "Pflicht zur Umkennzeichnung von Fahrzeugen bei Umzug" aufgehoben. Das bedeutet: Innerhalb Deutschlands können Autofahrer künftig bei einem Wohnortswechsel das Kennzeichen des alten Wohnortes behalten. Erst bei der Neuzulassung eines Kraftfahrzeugs muss bei der Zulassungsstelle ein Kennzeichnen des neuen Wohnortes beantragt werden.


Online-Abmeldung von Fahrzeugen

Wer ab 2015 ein Fahrzeug anmeldet und damit einen neuen Fahrzeugschein erhält, kann sich bei einer künftigen Abmeldung den Gang zur Kfz-Zulassungsstelle sparen. Durch das Freirubbeln verdeckter Felder auf den Kennzeichen und im Fahrzeugschein werden Codes sichtbar, die auf einer Internetseite eingegeben werden und so das Fahrzeug abmelden. Ab 2016 wird auch die Wiederzulassung online möglich sein. Wer das nicht will, darf natürlich weiterhin aufs Amt gehen.


Modellversuch "section control"

Ab Frühjahr 2015 plant Niedersachsen den ersten bundesweiten Pilotversuch für Strecken-Radar, im Fachjargon auch "section control" genannt. Bei diesem Modellprojekt wird das Tempo auf längeren Streckenabschnitten gemessen – im konkreten Fall auf der B6 auf einem drei Kilometer langen Abschnitt. Jedes Fahrzeug wird zu Beginn sowie am Ende der Radarstrecke elektronisch erfasst. Daraus wird die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit errechnet. Bei Tempoverstößen gibt es ein Frontfoto.


Gerichtsurteile europaweit unbürokratischer vollstreckbar

Ab 10. Januar 2015 werden Entscheidungen nationaler Gerichte in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten nicht nur anerkannt, sondern auch vollstreckt – ohne dass es einer zusätzlichen Vollstreckbarerklärung bedarf. Gleiches gilt im Grundsatz auch für öffentliche Urkunden und gerichtliche Vergleiche.


Vignettenpreise in Österreich steigen

Die Preise für Vignetten werden in Österreich an den Verbraucherpreisindex angepasst – und damit um 2,1 Prozent höher. Das bedeutet für 2015: Die Pkw-Jahresvignette kostet neu 84,40 Euro (bisher 82,70), die Zwei-Monats-Vignette neu 25,30 Euro (bisher 24,80), die Zehn-Tages-Vignette neu 8,70 Euro (bisher 8,50). Angehoben werden auch die Preise für die Motorrad-Vignetten.


Notfall-Sensor

In jedem ab 2015 in Europa verkauften Neuwagen wird ein Sensor verbaut sein, der automatische Notrufe absetzt. Wohnmobile benötigen laut Caravaning Industrie Verband Deutschland (CIVD) allerdings keinen Notfallsensor: "Reisemobile benötigen keinen Notfallsensor, da sie Basisfahrzeuge der Klassen N1  und N2  (Fiat Ducato, Ford Tansit, …) nutzen, für die dieser Sensor noch keine Pflicht ist."


Neue DIN-Vorschrift für Verbandskästen

Wer einen Verbandskasten ersetzt, muss darauf achten, dass dieser mit der neuen DIN versehen ist. Bisherige Verbandskästen müssen jedoch nicht ausgetauscht werden, sofern das Ablaufdatum noch nicht überschritten ist.

Quelle: ADAC, promobil

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